grillen


Heute den Satz geträumt: „Menschen sind mobile Tatsachen.“


In der Literatur findet meine Sprachlosigkeit ihr Asyl.


Die Falschheit von Sätzen spüre ich, wenn sie sich zu leicht schreiben lassen. Die richtigen Worte kommen mir in der Art eines Schluckaufs. Sie sind nicht aufgestapelt im gewöhnlichen Vorrat an Konventionen.


Große Überzeugung wächst am Mangel an Argumenten, der Wille zum Argument am Mangel an Überzeugung.


Ich suche eklektisch Anlässe zusammen, Angst zu haben.


Mündigkeit: bewusst schweigen zu können.


Etwas tun aus Herzlichkeit oder aus Anstand – beides kann rührend sein.


Warum ich Figuren keinen ausländischen Akzent sprechen lasse: Angst vor meiner Lust am Ressentiment.


Meine Moral: wie ein U-Boot; es taucht auf, wenn die Luft rein ist. Sobald sich Tumult anbahnt oder auch nur ein schwarzer Fleck in der Ferne, erspäht durchs Periskop, der ein feindliches Schiff sein könnte, taucht es umgehend ab, zieht sich zurück, verschwindet.


Erkenntnis: ein Moment positiver Panik.


Der Vater, der nicht ins Gesicht schlägt – nicht nur, dass andere es nicht sehen; auch dass er es selber nicht sieht.